Restaurant-Retter – ein Job, bei dem viele zuschauen

Folge 1

Restaurant-Retter
© Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Christian Rach

Ich liebe ja diese Serien, in denen abgehalfterten Restaurants wieder auf die Beine geholfen wird. Da scheine ich nicht die Einzige zu sein, denn sonst gäbe es wohl kaum gleich mehrere davon. Es fing, glaube ich zumindest, mit Rach, dem Restauranttester an, der gar kein Restauranttester war, dann in der Restaurantschule fernsehgerecht unterrichtete und im ZDF stolze vier Mal auftischte, bevor diese Sendung abserviert wurde. Auch mit den Restaurantgründern war er bei diesem Sender nur mäßig erfolgreich. Aber Undercover war er dann wieder etwas glücklicher für RTL durch die schlimmsten Restaurants Deutschlands unterwegs und sucht derzeit nach Deutschlands Lieblingsrestaurant. Den Titel versteh ich zwar nicht, denn es sind alles Rachs Lieblingsrestaurants, aber Deutschland klingt auf jeden Fall allgemeingültiger und schließlich steht so‘n Promi  ja für Deutschland, also auch für mich: Mein Rach(en) – mein Gaumen.

Frank Rosin

ist mit seinen Restaurants für die Konkurrenz von Kabel 1 unterwegs. Der hat auch noch etliche Kochshows moderiert, die mich aber so gar nicht interessieren, weshalb hier auch keine Rede von Kollegen wie Henssler, Mälzer & Co. sein wird. Denn mich interessiert nicht das „Kochen gucken“, sondern das „Restaurant führen“ als Geschäftsmodell. Außerdem finde ich, dass man in diesen Sendungen eine Art öffentliches Coaching präsentiert bekommt, was durchaus auch in vielen Dingen auf andere Unternehmen zu übertragen ist. Deshalb werde ich an dieser Stelle immer wieder mal die ein oder andere Sendung besprechen. Ich beginne gleich mit der letzten Folge von Rosins Restaurants am 5. April mit dem Titel „Überkochende Gefühle auf der Rother Kuppe“. Mein Beitrag dazu: Haltet Eure Gefühle im Zaum!

Und die anderen

Restaurants zu eröffnen, scheint eine der beliebtesten Geschäftsideen überhaupt zu sein. Schon bei der Recherche zu unserem Buch fiel uns auf, wie viele Gründer, Ketten und idealistische Einzelkämpfer es auf diesem Gebiet gibt. Da verwunderte es nur wenig, dass auch in  der ersten Staffel von Die Höhle der Löwen überdurchschnittlich viele Gastronomen und solche, die es werden wollten, auftraten. So viele, dass wir es schon wieder langweilig fanden. Tja, und auch unsere Pioniere aus Newtopia, denen wir uns ja bekanntermaßen verbunden fühlten, sollten es – mehr oder weniger auf Geheiß des Bosses, Machers und Erfinders des Formats – ja mit einem Restaurant versuchen. Wie originell!

Ich bin also gespannt, was wir noch von den hilfesuchenden  Gastronomiebetrieben und ihren Rettern lernen können.

Zur Folge 2

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