Hoch lebe der Bär!

Heute ist der Tag des Eisbären!

Und auch wir wollen seiner gedenken. Was das mit Geld oder Geschäftsideen zu tun hat?

Wir haben tatsächlich auch beim Schreiben des Buches an ihn und andere bedauernswerte Geschöpfe gedacht – auf unsere Weise eben, und da wollen wir heute ihm zu Ehren Euch einen Ausschnitt aus dem Kapitel vorstellen. Eh voilà:

Eisbär
photo taken by Ansgar Walk

Auf Klimakurs
Der Klimawandel erregt seit langem unsere Gemüter. Frank Sherwood Rowland, der mit dem Nobelpreis geehrte Chemiker, hatte vor mehr als 40 Jahren den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Veränderungen in der Ozonschicht erkannt, woraufhin in den Folgejahren FCKW-gekühlte Kühlschränke, Haarsprays, Sprühdeos und viele andere Mittelchen in Sprühdosen aus unserem Alltag verschwanden. Jedermann beobachtete besorgt das drohende Ozonloch über uns und schützte sich mit Ultra-Sonnencremes gegen die starken UV-Strahlen. Der Sommersmog ließ Menschen Türen und Fenster verrammeln und ihr Auto in der Garage schlafen.

In den 1980er Jahren ging das Gespenst des Waldsterbens um und mit dem sauren Regen flossen dramatische Visionen von riesigen Flächen kahler Baumbestände in unsere bangen Herzen. Weltuntergangsstimmung herrschte. Weltuntergangsszenarien machen mit hübscher Regelmäßigkeit die Runde. Alle Naselang wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben.

Während in der Arktis den kanadischen Eisbären der Boden unter den Tatzen wegschmilzt, steigt der Meeresspiegel und überflutet die Philippinen und Holland. Tsunamis, Dürrekatastrophen, schmelzende Gletscher, tropische Wirbelstürme – das und mehr bedroht unseren blauen Planeten. Oder ist das gar einer der größten Irrtümer aller Zeiten und der Klimawandel existiert nicht? Er macht nur Pause, sagen manche.

Wir wollen uns in diese Diskussion nicht einklinken, wir sind keine Experten auf dem Gebiet. Aber ganz gleich ob es ihn nun gibt oder nicht – die mutmaßlichen genauso wie die tatsächlichen Veränderungen erfordern, dass wir unternehmerisch reagieren. Die Frage, ob es moralisch fragwürdig ist, vom Klimawandel zu profitieren oder ob es sogar geboten ist, sich damit auseinanderzusetzen und neue Wege zu gehen, hängt sicher auch von der Art des Geschäftes ab, das Sie zu machen gedenken. Schwimmende Häuser zu entwickeln, wie es die Niederländer tun, dürfte keine Diskussionen auslösen. Beim Weinanbau auf dem 59. Breitengrad in Schweden wird es schon schwieriger. Der Schwede Erik Rudhe macht es seit Jahrzehnten auf der Schäreninsel Tynningö bei Stockholm vor, wo er das mediterrane Mikroklima lobt. Der ehemalige Verleger und Softwarespezialist Lauri Pappinen …

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